Kein anderer Monat verdeutlicht uns so sehr die Vergänglichkeit.
Sommerpflanzen sterben und die Natur sinkt in den Winterschlaf. Grau und trist sind die Tage und Melancholie, ja Traurigkeit macht sich in den Menschen breit.
Für mich sind es die Tage der Besinnlichkeit, an denen ich mich im Besonderen an die lieben Verstorbene erinnere. An die Eltern - die Großeltern, an die Liebe und Güte die sie mir schenkten.
Beim duftenden flackernden Licht der Kerzen, erinnere ich mich an so manche kleine lustige Episode.
Im Geiste höre ich ihre Stimmen, ihr Lachen - das sind die Momente in denen sie mir ganz nahe sind, ich heute noch ihre Liebe spüre und eine wundervolle Ruhe legt sich in mein Herz. Das Gefühl tiefer Dankbarkeit macht sich in mir breit. - Dankbar dass ich diese liebe Menschen kennen lerne durfte und dankbar dass sie mich liebevoll ein Stück meines Lebensweg begleiteten.
An den dunklen Tagen des Novembers leben sie besonders intensiv in mir weiter. Für mich ist es Magie, - der Zauber der Vergangenheit in der Gegenwart.
Gedankliche - besinnliche Momente

 

 

 

 

 

Novembertag!

Es ist ein nasser kalter Tag,
wie ihn keiner mag.
Ein leichter Regen fällt,
er übergießt meine kleine Welt.
Aufgeplusterte Vögel in den Bäumen sitzen,
sich so vor der Kälte schützen.
Gestern noch schlenderte ich unter einem
bunten Dach aus Laub.
Heute liegt es schon tot im Staub.
Gestern hielten mich warme Sonnenstrahlen umfangen.
Heute hält mich die Kälte und Nässe gefangen.
Schwermut macht sich breit,
Gedanken erfüllt von Traurigkeit.
Des Novembers dunkler Tag,
leise flüsternd er dich fragt,
hörst du ihn, den Winter, er pocht an deine Tür,
mit seiner eisigen Pracht.
Zwängt sich herein zu dir,
mit aller Macht.
Des Novembers dunkler Tag,
den keiner so richtig mag!